Einen soliden Dienstleistungsvertrag aufsetzen (ohne Anwalt)

Die 8 Klauseln, die Sie aufnehmen sollten, wenn Sie den Vertrag senden.

Sie sind Freelancer oder Agentur, und Sie senden den Vertrag an Ihren Kunden. Gute Nachricht: Das ist ein Vorteil. Wer aufsetzt, bestimmt die Regeln.

Aber ein schlecht formulierter Vertrag wendet sich gegen Sie: unbezahlte Rechnungen, ausuferndes Projekt, unbegrenzte Haftung, nie abgeschlossene Aufträge.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Klauseln Sie aufnehmen sollten, um Ihr Geschäft zu schützen — und entspannt zu fakturieren.

Sie haben schon eine Vorlage? Prüfen Sie sie kostenlos auf subblink — A→E-Risiko-Score in 2 Minuten, von beiden Seiten des Vertrags.


Warum der Verfasser im Vorteil ist

Der Vertrag, den Sie senden, wird zur Verhandlungsgrundlage. Wenn Sie von einem klaren, ausgewogenen Dokument ausgehen:

Umgekehrt: Akzeptieren Sie den Vertrag des Kunden (oder schlimmer, arbeiten ohne Vertrag), gelten dessen Bedingungen.

💡 Lassen Sie Ihren Vertrag auch als Aussteller analysieren: subblink erkennt Klauseln, die Ihnen schaden, ebenso wie solche, die Ihrem Kunden missbräuchlich erscheinen.


Die 8 unverzichtbaren Klauseln eines Dienstleistungsvertrags

1. Präziser Gegenstand und Umfang

Aufnehmen: eine detaillierte Beschreibung der Leistungen, des Formats und dessen, was ausgeschlossen ist.

Ein vager Umfang = garantiertes Ausufern. Listen Sie die Leistungen auf, die Anzahl der enthaltenen Überarbeitungen, und legen Sie fest: „Jede Anfrage außerhalb des Umfangs erfordert einen bepreisten Nachtrag."


2. Preis, Zeitplan und Zahlungsbedingungen

Aufnehmen: Betrag, Währung, Rechnungsplan und Zahlungsfrist.

Bewährte Praktiken aufseiten des Ausstellers:


3. Fristen und Pflichten des Kunden

Aufnehmen: Ihre Lieferfristen, abhängig von der Mitwirkung des Kunden.

Legen Sie fest, dass die Fristen ab Erhalt der notwendigen Elemente laufen (Inhalte, Zugänge, Freigaben). Sonst verschiebt ein langsamer Kunde Ihren Zeitplan, ohne Konsequenzen für sich.


4. Geistiges Eigentum: kontrollierte Übertragung

Aufnehmen: eine Rechteübertragung abhängig von der vollständigen Zahlung.

Schützen Sie sich als Aussteller:


5. Haftungsbeschränkung

Aufnehmen: eine Haftungsobergrenze in Höhe des Vertragsbetrags, ohne indirekte Schäden.

Ein Vertrag über 5 000 € darf Sie nicht unbegrenzter Haftung aussetzen. Schließen Sie indirekte Verluste ausdrücklich aus (Betriebsausfall, Datenverlust, Umsatzeinbußen).


6. Kündigung und erbrachte Leistungen

Aufnehmen: die Kündigungsbedingungen für beide Parteien, mit Vergütung der erbrachten Arbeit.

Sehen Sie eine Kündigungsfrist vor, und vor allem: Bei vorzeitigem Abbruch zahlt der Kunde die bereits erbrachten Leistungen. Ohne diese Klausel riskieren Sie, mit Verlust zu arbeiten.


7. Vertraulichkeit (gegenseitig)

Aufnehmen: eine ausgewogene Vertraulichkeitsklausel, die für beide Parteien gilt.

Sie greifen oft auf sensible Daten des Kunden zu — er aber auch auf Ihre Methoden. Eine gegenseitige Klausel beruhigt, ohne Sie zu benachteiligen.


8. Anwendbares Recht und Streitbeilegung

Aufnehmen: das anwendbare Recht und das zuständige Gericht (idealerweise Ihres).

Legen Sie einen Schritt der gütlichen Einigung vor jeder Klage fest. Das verhindert Eskalation und schützt die Geschäftsbeziehung.


Vorlage, KI oder Anwalt: womit aufsetzen?

Methode Zeit Kosten Geeignet für
Generische Vorlage 30 Min Kostenlos Einfache, risikoarme Aufträge
Vorlage + subblink-Prüfung 15 Min Kostenlos / € Die meisten Dienstleistungen
Anwalt als Verfasser 2-5 Tage 300-1 000 € Wichtige, wiederkehrende Verträge

Die empfohlene Methode

  1. Beginnen Sie mit einer aktuellen Vorlage für Dienstleistungsverträge.
  2. Passen Sie die 8 obigen Klauseln an Ihren Auftrag an.
  3. Prüfen Sie das Ergebnis auf subblink (Aussteller- UND Empfängerseite).
  4. Senden Sie ein sauberes, ausgewogenes Dokument.

Prüfen Sie Ihren Vertrag vor dem Versenden →


FAQ: Einen Dienstleistungsvertrag aufsetzen

Kann man einen Dienstleistungsvertrag ohne Anwalt aufsetzen?

Ja. Für gängige Aufträge genügt eine gute, an Ihre Tätigkeit angepasste Vorlage. Lassen Sie sie von einem Tool wie subblink prüfen und reservieren Sie den Anwalt für wichtige oder wiederkehrende Verträge.

Welche Angaben sind verpflichtend?

Die Identität der Parteien, der Gegenstand, der Preis und die Zahlungsbedingungen, die Fristen und das anwendbare Recht. Für B2C-Dienstleistungen gelten zusätzliche Verbraucherhinweise.

Sollte man eine Anzahlung verlangen?

Dringend empfohlen. Eine Anzahlung von 30 bis 50 % bindet den Kunden und sichert Ihre Liquidität. Das ist gängige, akzeptierte Praxis.

Wie vermeidet man das Ausufern des Umfangs?

Beschreiben Sie Umfang und Leistungen präzise, begrenzen Sie die Anzahl der Überarbeitungen und verlangen Sie für jede zusätzliche Anfrage einen bepreisten Nachtrag.

Schützt mein Vertrag auch meinen Kunden?

Das sollte er. Ein unausgewogener Vertrag wird neu verhandelt oder abgelehnt. subblink zeigt Ihnen, ob eine Klausel aufseiten des Kunden missbräuchlich erscheint — ein fairer Vertrag wird schneller unterschrieben.


Checkliste vor dem Versenden Ihres Vertrags

Schnellprüfung: Laden Sie Ihren Vertrag auf subblink hoch und erhalten Sie einen Risiko-Score für beide Parteien.


Fazit

Als Aussteller halten Sie die Feder — und damit den Vorteil. Ein klarer, ausgewogener und vollständiger Vertrag schützt Sie vor unbezahlten Rechnungen und Gratisarbeit und wird schneller unterschrieben, weil er Ihren Kunden beruhigt.

Setzen Sie auf einer guten Vorlage auf, passen Sie die 8 Klauseln an und prüfen Sie in 2 Minuten.

Prüfen Sie jetzt Ihren Dienstleistungsvertrag →


📋 Mehr erfahren → Auf Kundenseite lesen Sie wie man missbräuchliche Klauseln in einem Freelancer-Vertrag erkennt und wie man einen Dienstleistungsvertrag verhandelt.